Die Elbe bei Dessau

„Felix“ vor „Theodor Fontane“. Nur wenige hundert Meter vom Bootshaus der Junkers-Paddler entfernt machen Kreuzfahrtschiffe fest.

Die von der Elbe durchströmte Landschaft um Dessau gehört zu den schönsten entlang des knapp 1100 Kilometer langen Flusses. Hier finden sind weite Auenlandschaften, die von Dessau aus gesehen stromab noch weitgehend ihren ursprünglichen Charakter behalten haben, weshalb schon 1979 der Steckby-Lödderitzer Forst als Biosphärenreservat unter den Schutz der UNSECO gestellt wurde. Stromauf hingegen erstreckt sich das Dessau-Wörlitzer Gartenreich, eine nahezu durchgehend unter Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau gestaltete Kulturlandschaft, in der Parkanlagen, offene Auen und Wälder zu einem Ganzen verschmelzen. Das Gartenreich zählt heute zum UNESCO-Welterbe.

Für Paddler und andere Wassersportler bringen die landschaftlichen Schönheiten freilich einige Einschränkungen mit sich – sie dürfen nicht überall, wo es verlockend scheint, festmachen.

Im Bereich Dessau gilt die Elbe als einer der letzten naturnahen Flüsse Mitteleuropas. Ob das so bleibt, ist noch nicht endgültig entschieden. Nach wie vor werden an einem Fluss, der im Mittellauf kaum mehr Bedeutung als Verkehrsweg hat, Millionen in so genannte Unterhaltungsmaßnahmen gesteckt, und auch der Bau eines Elbe-Saale-Kanals ist ebenso wenig vom Tisch wie der einer Staustufe im tschechischen Decín.